Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 und 0172 / 7565289 · ePost:
paula-otto-siegfried-theodor@poeterey.de
»Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt; und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt.« (Otto von Bismarck)
Wilhelm Stapel wurde 1882 in Kalbe an der Milde geboren und starb 1954 in Hamburg. Er studierte er in Göttingen, München und Berlin Kunstgeschichte, Philosophie und Volkswirtschaft und wurde 1911 in Göttingen bei Edmund Husserl promoviert. Wie viele Denker vollzog er im ersten Weltkrieg eine Wende nach rechts und entdeckte das Volkstum als prägend für Staat und Religion. Mit diesem Denken geriet er in schroffen Widerspruch zu den jüdischen Intellektuellen, die gerade diese Prägekraft verneinten. In zahlreichen Schriften widmet er sich dem Konflikt zwischen Juden und Deutschen als seelischem Problem. Er zitiert immer wieder Hans F. K. Günther als Kronzeugen für die Auffassung, daß Deutsche und Juden keine Rassen, sondern Völker und damit Rassenmischungen seien. Damit steht er im Widerspruch zur späteren Staatsdokrin, was immer stärker zu seiner Kaltstellung führte.
Von 1919 bis 1938 gab Stapel die Zeitschrift »Deutsches Volkstum« heraus. Hans Blüher nennt Stapel den ersten Judenfeind ohne heimlichen Neid seit Nietzsche, als einen, der ein objektives Problem zu lösen trachte. Im Unterschied zu Blüher versuchte Stapel den Nationalsozialismus mit einer christlich-protestantischen Grundlage zunächst in Einklang zu bringen und später Nischen zu finden, in denen ihm Forschung und Publizistik noch möglich war. Dabei schützte ihn lange Rudolf Heß vor den Intrigen Alfred Rosenbergs.
Zu Stapels bekanntesten Werken gehörten seine satirischen Polemiken, die in den Bänden »Literatenwäsche« (1930, illustriert von A. Paul Weber) und »Stapeleien« (1939) gesammelt wurden. Stapel pflegte außerdem die Besonderheit des »Übersetzens ins Gemeindeutsche«. Dabei sind Wolfram von Eschenbachs »Parzival«, der Heliand und Kants »Kritik der reinen Vernunft« zu nennen.
Stapel, Wilhelm:
Der christliche Staatsmann. Eine Theologie des Nationalismus
2016, 255 S., Lw
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 3944064313
ISBN-13: 9783944064314
24,00 €
Wenn ein Verlag ein fast hundert Jahre altes Buch – von der Schrifttype abgesehen – unverändert nachdruckt, werden ihm antiquarische Neigungen unterstellt. Die sind im konkreten Fall zurückzuweisen. Grund ist vielmehr, daß in der Zwischenzeit kein besseres Buch zum Thema erschien, ja mehr noch, keines, das annähernd so klarsichtig, durchdacht und brauchbar ist. Das Buch erteilt sowohl dem modernen Grundsatz, Religion sei Privatsache, als auch der frömmlerischen Weltflucht eine entschiedene Absage. Der Christ sollte durchaus in die Politik gehen, aber dabei nicht Gott mit der gerade herrschenden Moral und Glaubensaussagen mit politischen Handlungsanweisungen verwechseln. Er muß seinem Volk dienen, und ein fester Glaube läßt dabei die unvermeidliche Anfeindung leichter bestehen.
Stapel, Wilhelm:
Über das Christentum. An die Denkenden unter seinen Verächtern
2012, 221 S., Kt
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 3926370998
ISBN-13: 9783926370990
18,00 €
Zu Unrecht geriet dieser konservative Revolutionär in Vergessenheit, wohl weil er Mohlers Diktum, Konservatismus und Christentum seien unvereinbar, widerspricht. Mit umfassender Bildung und genauer Bibelkenntnis weist er nach, daß Jesus keinem lauen Egalitarismus und keinem weltfremden Pazifismus das Wort geredet hat. Die Liebesbotschaft ist vielmehr eine Aufforderung zur aktiven Parteinahme für die Höherwertigen unter den Menschen, der starke Staat ein Gebot Gottes. Die vorliegende Schrift ist von der Enttäuschung nach der Niederlage von 1945 gezeichnet, gleichwohl kämpft sie weiter mutig gegen die Verfälscher des Christentums in und außerhalb der Kirchen.
Stapel, Wilhelm:
Antisemitismus und Antigermanismus. Über das Problem der Symbiose des deutschen und des jüdischen Volkes
2006, Repr. d. Ausg. 1928., 109 S. in Frakturschrift, Kt
Verlag: Kyffhäuser
24,00 €
Zum Inhalt: 1. Entstehung und Zweck der Schrift. 2. Von der Fremdheit des deutschen und jüdischen Volkstums. 3. Kann ein Jude zum Deutschen werden? 3. Über deutsch-jüdische Sprach-Assimilation und Dichtung. 4. Recht und Unrecht im Antisemitismus. 5. Das Wesen des Antigermanismus. 6. Die Auswirkungen des Antigermanismus