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»Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt; und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt.« (Otto von Bismarck)
Werner Bräuninger, geboren 1965, verfaßte zahlreiche Werke zur Zeitgeschichte, insbesondere zu oppositionellen Strömungen und dem Widerstand im Nationalsozialismus. Allgemeine Anerkennung, die den Faktenreichtum seiner Recherchen, Anschaulichkeit und gute Lesbarkeit seiner Darstellungen pries, wich in letzten Jahren zunehmender Ignoranz, weil die offenbare Krise der BRD keine konservative Kritik mehr verträgt. Seine treue Leserschaft zeigte sich jedoch nicht auf die Marktmacht der großen Publikumsverlage angewiesen. Nach seiner Novelle „Eine bleiche Erinnerung“ folgte sein Roman „Was wir lieben mußten“, der inzwischen als positiver Gegenentwurf zu Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ apostrophiert wurde und die katastrophalen Tendenzen der Gegenwart bis zum Exzeß ausarten läßt.
Bräuninger, Werner:
Hitlers Kontrahenten in der NSDAP
2022, 2. völlig überarb. u. erw. Aufl., 375 S., 41 Abb. a. Taf., Kt
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 3959302592
ISBN-13: 9783959302593
34,00 €
Von den Differenzen mit den Brüdern Otto und Gregor Strasser und Ernst Röhm abgesehen, die in der Literatur ausführlich dargestellt wurden, blieb in der Forschung weitgehend unbekannt, daß sich der Führer der NSDAP in der Kampfzeit, aber auch nach der Machtübernahme, mit einer Vielzahl von Gegnern, Oppositionellen und Reformern aus dem eigenen Lager auseinanderzusetzen hatte. Bräuningers Studie wirft ein bezeichnendes Licht auf die Machtkämpfe innerhalb der NS-Parteiführung, in der Absetzungen von Führungskadern, Parteiausschlußverfahren führender Nationalsozialisten, Auflösungen ganzer Ortsgruppen und Beleidigungsprozesse, die Hitler gegen seine Gegner anstrebte, an der Tagesordnung waren.
Bräuninger, Werner:
Was wir lieben mußten. Roman
2021, 243 S., Gb
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 395930241X
ISBN-13: 9783959302418
22,00 €
Dieser Roman ist ein positiver Gegenentwurf zu Michel Houellebecqs „Unterwerfung“, spielt in den Jahren 2024 und 2025 und führt die katastrophalen Tendenzen der Gegenwart zum Exzeß, ja zum Bürgerkrieg, der auch mit schweren Waffen geführt wird. Zwei Außenseitern, welche die allgemeine Not zu Quereinsteigern in die Politik macht, einem Deutschen und einem Ägypter, gelingt es, sowohl im Westen als auch in Afrika und im Orient den Gedanken der Remigration populär zu machen und eine enorme Rückwanderungswelle in Gang zu setzen. Der Autor verleiht dem kaum Vorstellbaren Plausibilität und zeigt in befreiender Weise, daß Geist und Menschlichkeit über die plumpe Faktizität einer verbrecherischen Politik triumphieren können. Ahnungsvoll und dystopisch, mutig und resignativ zugleich, ist das Werk in seiner eigentümlichen Prophetie eine faszinierende Melange aus Dichtung und Wahrheit und provoziert geradezu die Frage, in welchem Verhältnis zu unserer Realität es zu sehen ist.
Bräuninger, Werner:
Charisma und Dämonie. Hitler. Ein Capriccio aus Deutschland
2020, 565 S., 33 Abb., Register, Gb
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 3959302169
ISBN-13: 9783959302166
34,00 €
Die Zahl der Biographien über Hitler ist kaum zu überschauen und oft von der Gier nach vermeintlich sensationellen »Enthüllungen« bestimmt. Was bislang fehlte, war eine Darstellung, die sein Werden und Wirken dokumentiert, ohne dabei einer geschichtswidrigen Glorifizierung oder unreflektierter Totalverdammung zu verfallen. Mit den Mitteln einer essayistisch-künstlerischen Annäherung an den Gegenstand seiner Betrachtung läßt uns der Autor an einem Lebensweg teilhaben, der beispiellos war und uns noch immer fremd anmuten muß. Er blickt dabei nicht auf Hitler, sondern in ihn hinein und stellt völlig neue Fragen.
Bräuninger, Werner:
Eine bleiche Erinnerung. Novelle
2019, 175 S., Gb
Verlag: Arnshaugk
ISBN-10: 3959302010
ISBN-13: 9783959302012
18,00 €
Thomas Mann ist als Schriftsteller gescheitert. Seitdem das Manuskript seines Romans »Buddenbrooks« auf dem Postwege unwiederbringlich verlorenging, ist er heruntergekommen, lethargisch und unfähig zu jeder weiteren schöpferischen Tätigkeit. In Wien macht er die Bekanntschaft mit einem 20-jährigen Sonderling und angehenden Kunst- und Postkartenmaler aus Linz, dessen Willenskraft und Glaube an die eigene Sendung ihn immer wieder in Erstaunen setzen. Die eigentümliche Freundschaft zwischen Hofoper und Männerheim führt die beiden nach München-Schwabing und in neue Verwicklungen. Thomas Manns Abkehr von dem gemeinsamen Idol Richard Wagner leitet den Bruch ein, noch gravierender jedoch ist seine Hinwendung zu einer schönen Jüdin und der wohl glänzendsten Partie der Stadt. Aber der Kriegsausbruch im August 1914 verändert alles, noch einmal finden die Freunde zusammen, ehe sie in der Katastrophe enden, als hätten beide niemals existiert: eine bleiche Erinnerung, ein dunkles Gerücht.
Bräuninger, Werner:
Ich wollte nicht daneben stehen. Lebensentwürfe von Alfred Baeumler bis Ernst Jünger. Essays
2007, 352 S., 38 Abb., Gb
Verlag: Oxalis
ISBN-10: 3903000167
ISBN-13: 9783903000162
18,00 €
Eine Mentalitätsgeschichte der dreißiger und frühen vierziger Jahre, die vor allem die Motive und geistigen Hintergründe der konservativen und rechten Intellektuellen beleuchtet, die nur zu oft zwischen Hingabe, innerer Emigration und offenem Widerstand schwankten. In seinen Essays behandelt der Autor Arno Breker, Ernst Jünger, Winifred Wagner, Leni Riefenstahl und Ernst Kantorowicz, den deutsch-jüdischen Historiker aus dem Kreis um Stefan George. Weitere Kapitel befassen sich mit Alfred Baeumler, den Generalintendanten des Weimarer Nationaltheaters Hans Severus Ziegler, dem Bibliothekar der SS auf der Wewelsburg Hans-Peter des Coudres, dem Historiker Christoph Steding und dem Dichter Ernst Bertram, einem engern Freund Thomas Manns. Zum Thema der inneren Emigration werden die Literaturzeitschrift »Das innere Reich« die Wochenzeitung »Das Reich« analysiert.
Bräuninger, Werner:
DUX. Benito Mussolini oder der Wille zur Macht
2017, 458 S., Gb
Verlag: Ares
ISBN-10: 3902732911
ISBN-13: 9783902732910
34,90 €
Detailgenau schildert der Autor Mussolinis Prägung als revolutionärer Sozialist in der Romagna, die Jahre seines Exils in der Schweiz, die Metamorphose zum Befürworter eines Eintritts Italiens in den Ersten Weltkrieg und seinen Weg zum Begründer des Faschismus. Es folgt Mussolinis Kampf um die Macht, die Festigung seiner Alleinherrschaft wie auch die Gestalt der ihn tragenden Mitglieder des Faschistischen Großrats beim Aufbau des stato totalitario und seine innen- und außenpolitische Erfolge wie die Aussöhnung mit Papst Pius XI. oder die Unterwerfung Tripolitaniens. Schließlich der Bezug auf das antike Römertum, die Idee des Fascismo universale, der imperiale Gedanke und das verhängnisvolle Achsen-Bündnis mit Hitler. Der Sturz, die Befreiung, die 600-Tage-Republik und die Erschießung durch Partisanen schließen die Biographie ab. Es folgt aber eine nicht zu unterschätzende Nachwirkung, von der schon die 1946 gegründete Partei MSI deutliches Zeichen abgibt. Geblieben sind zudem, wenn auch vielfach unbemerkt, Ausdrucksformen faschistischer Ästhetik, die bis heute in Marketingstrategien und Popkultur erkennbar sind.
Bräuninger, Werner:
Kühnen. Porträt einer deutschen Karriere
2016, 650 S., Kt
Verlag:
ISBN-10: 3873365685
ISBN-13: 9783873365681
48,00 €
Er war Schüler des elitären Bonner Collegium Josephinum, Leutnant der Bundeswehr, Vertrauter des linksstehenden jüdischen Dichters Erich Fried – und dennoch die zentrale Führungspersönlichkeit der bundesdeutschen Nationalsozialisten in den 1970er und 80er Jahren. Wegen seines Kampfes für die Wiederzulassung der NSDAP als legaler Partei in Deutschland, den er gewaltfrei führte, verbrachte er acht Jahre seines Lebens hinter Gittern. Insgeheim aber träumte er von einem ungezwungenen Leben ohne jede politische Ambition im bolivianischen Exil. Sein Name: Michael Kühnen. An der Frage seiner Homosexualität spaltete sich seine Bewegung 1986; er starb 1991 mit nur 35 Jahren an AIDS und geriet bald in Vergessenheit. Seine Urne wurde geraubt und ist seitdem spurlos verschwunden - so wirkten seine Feinde ungewollt an Kühnens selbstgewähltem Mythos mit. Unter Auswertung sämtlicher erreichbarer Quellen wirft der Verfasser einen stereoskopischen Blick auf den Menschen Michael Kühnen. So entstand ein eindrucksvolles Porträt dieses widersprüchlichen Mannes, wie auch seiner politischen Bewegung.
Bräuninger, Werner:
Feldherrnhalle. Triumph und Untergang 1935-1945
2012, 432 S., Gb
Verlag: Regin
ISBN-10: 3941247417
ISBN-13: 9783941247413
24,95 €
Bräuningers Schilderung nimmt starken Bezug auf Hitlers Verwobenheit mit dem genius loci der Feldherrnhalle und dem geschichtsträchtigen Areal zwischen Theatinerkirche und Hofgarten im Herzen Münchens. Hier scheiterte sein Putschversuch im November 1923; hier erwies er 1937 dem verstorbenen General Ludendorff die letzte Ehre; hier nahm er Abschied von den acht Toten, die das Attentat Georg Elsers zur Folge hatte, hier waren die regimefeindlichen Parolen der »Weißen Rose« an den Häuserwänden zu lesen, bis schließlich die 7. US-Armee den Platz am 30. April 1945 einnahm, dem Todestag Hitlers.
Bräuninger, Werner:
Ich wollte nicht daneben stehen. Lebensentwürfe von Alfred Baeumler bis Ernst Jünger. Essays
2006, 352 S., Gb
Verlag: Ares
ISBN-10: 3902475323
ISBN-13: 9783902475329
18,00 €
Eine Mentalitätsgeschichte der dreißiger und frühen vierziger Jahre, die vor allem die Motive und geistigen Hintergründe der konservativen und rechten Intellektuellen beleuchtet, die nur zu oft zwischen Hingabe, innerer Emigration und offenem Widerstand schwankten. In seinen Essays behandelt der Autor Arno Breker, Ernst Jünger, Winifred Wagner, Leni Riefenstahl und Ernst Kantorowicz, den deutsch-jüdischen Historiker aus dem Kreis um Stefan George. Weitere Kapitel befassen sich mit dem Philosophen Alfred Baeumler, den Generalintendanten des Weimarer Nationaltheaters Hans Severus Ziegler, dem Bibliothekar der SS auf der Wewelsburg Hans-Peter des Coudres, dem Historiker Christoph Steding und dem Dichter Ernst Bertram, einem engern Freund Thomas Manns. Zum Thema der inneren Emigration werden die Literaturzeitschrift »Das innere Reich« die Wochenzeitung »Das Reich« analysiert. In der letztgenannten arbeitete auch Marion Gräfin Dönhoff mit.
Bräuninger, Werner:
Hitlers Kontrahenten in der NSDAP 1921-1945
2004, 392 S., Abb., 16 Fototaf., Gb
Verlag: Herbig
ISBN-10: 3776623675
ISBN-13: 9783776623673
34,00 €
Von den Differenzen mit den Brüdern Otto und Gregor Strasser und Ernst Röhm abgesehen, die in der Literatur ausführlich dargestellt wurden, blieb in der Forschung weitgehend unbekannt, daß sich der Führer der NSDAP in der Kampfzeit, aber auch nach der Machtübernahme mit einer Vielzahl von Gegnern, Oppositionellen und Reformern aus dem eigenen Lager auseinanderzusetzen hatte. Bräuningers Studie wirft ein bezeichnendes Licht auf die Machtkämpfe innerhalb der NS-Parteiführung, in der Absetzungen von Führungskadern, Parteiausschlußverfahren führender Nationalsozialisten, Auflösungen ganzer Ortsgruppen und Beleidigungsprozesse, die Hitler gegen seine Gegner anstrebte, an der Tagesordnung waren.
Bräuninger, Werner:
Claus von Stauffenberg. Die Genese des Täters aus dem Geheimen Deutschland
2002, 210 S., 22 Abb., Kt
Verlag: Karolinger
ISBN-10: 3854181043
ISBN-13: 9783854181040
24,00 €
Bräuninger, Werner:
Strahlungsfelder des Nationalsozialismus. Die Flosse des Leviathan
1999, 325 S., Lw
Verlag: Bublies
ISBN-10: 392658467X
ISBN-13: 9783926584670
19,80 €
Der Nationalsozialismus, wie der europäische Faschismus überhaupt, war kein monolithischer Block, der von einer homogenen Führungsgruppe getragen wurde, sondern im Gegenteil eine äußerst komplexe, ambivalente Erscheinung mit partiell polykratischen Strukturen, die es selbst undogmatischen Menschen und Querdenkern erlaubte, in der NS-Hierarchie zeitweise Spitzenfunktionen einzunehmen. Vom NS- Senatsgedanken, der einmal die Diktatur ersetzen sollte, über die Fernostreise der Reichsjugendführung, den Europäischen Schriftstellerkongressen in Weimar, über Systemkritik in der Hauptschriftleitung der Zeitschrift der SA bis hin zu den Auseinandersetzungen über die bildnerische Moderne reicht das skizzierte oppositionelle Spektrum innerhalb des NS-Systems. Weshalb diese gleichsam »libertären« Ansätze der nationalsozialistischen Weltanschauung letztlich doch an den inneren Widersprüchen des totalen Staates scheitern mußten, zeigen die brillant formulierten, facettenhaften Einzelstudien Bräuningers.