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ARNSHAUGK VERLAG
Der Verlag mit dem Lindenblatt

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Beleites, Michael: Land-Wende. Raus aus der Wettbewerbsfalle! Agrarkultur im 21. Jahrhundert. 2016. 184 S. 254 gr. ISBN 3-7316-1203-8. Kt. 18,– €

Die Industrialisierung der Landwirtschaft wird weder von profitgierigen Landwirten, noch durch geizige Verbraucher bewirkt. Ihr Verursacher ist der Verdrängungswettbewerb; die Logik vom „Wachsen oder Weichen“ der Höfe. Wettbewerb hebelt soziale und ökologische Beziehungen aus und ist Motor wirtschaftlichen Wachstums. Was aber, wenn die Grenzen des Wachstums erreicht sind – und der Motor weiterläuft? Wir müssen aus der Wettbewerbs-Falle heraus! Michael Beleites untersucht die Wettbewerbs-Logik zunächst dort, wo sie herkommt – in der Biologie. Sein Befund: Nicht Kampf und Konkurrenz leiten die Naturprozesse, sondern Kooperation und ökologische Integration, die Umweltresonanz.
Ausgehend von einer fundamentalen Kritik an Selektionslehre und Wettbewerbs-Logik beleuchtet er die Krise der Landwirtschaft: Die überfällige Agrar-Wende wird als eine Land-Wende aufgezeigt, die den Dorfbewohnern Versorgungssouveränität und Lebensqualität zurückgibt. So eröffnen sich Wege in eine von Wachstum unabhängige Gesellschaft, die Wettbewerb durch Kooperation ersetzt. Schlüssel zum Erfolg: Land und ein Grundeinkommen für Selbstversorger.

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Beleites, Michael: Umweltresonanz. Grundzüge einer organismischen Biologie. 2014. 688 S. 1570 gr. ISBN 3-941094-13-0. Gb. 39,80 €*

Zweifel an der Selektionstheorie hatten schon viele. Eine schlüssige Alternative gab es bisher nicht. Die Lösung liegt jenseits von Darwinismus und Kreationismus: Im Zusammenhang zwischen genetischer Variation und ökologischem Milieu ist das Wirken der Natur erkennbar. Michael Beleites präsentiert das Ergebnis seiner Analyse als Umweltresonanz-Hypothese: Nicht Kampf und Konkurrenz bestimmen die Entwicklung der Arten, sondern der Zugang zu natürlichen Umweltinformationen. Er stellt der reduktionistischen Biologie eine organismische Biologie gegenüber, die die Funktionen der Organismen auf Systemeigenschaften der Arten und Ökosysteme zurückführt, deren Organe sie sind. Den genetisch-ökologischen Zusammenhang erklärt Beleites aus vier hier neu beschriebenen biologischen Perspektiven: genetische Kohäsion, dynamische Erblichkeit, organismische Integration und Umweltresonanz. Eine vom Selektionsdenken befreite Biologie entzieht der Wettbewerbs-Logik unserer Zeit das Fundament.
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Bloch, Günther / Bloch, Karin: Timberwolf Yukon & Co. Elf Jahre Verhaltensbeobachtungen an Wölfen in freier Wildbahn. Das besondere Hundebuch. 2002. 4° 261 S., zahlr. Farbfotos. 1179 gr. ISBN 3-933228-51-4. Gb. 29,80 €

Wölfe sind ganz anders! Das zeigen die bekannten Wolfs- und Hundeexperten Günther und Karin Bloch und legen mit dieser einmaligen Dokumentation die Krone ihrer durch namhaften Wissenschaftler unterstützten Arbeit vor: Elf Jahre lang haben sie in kanadischen Nationalparks wild lebende Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet, ihr Verhalten dokumentiert und in Fotos festgehalten. Hier wurden nicht zahme Gehegetiere, sondern wirklich wilde und vom Menschen unbeeinflusste Wölfe ins Visier von Fernstecher, Kamera und Notizblock genommen. Die Ergebnisse dieser Arbeit bringen überraschende Erkenntnisse über das Wolfsverhalten und revidieren Wesentliches von dem, was wir bislang über Wölfe zu wissen glaubten. Ein gesondertes Kapitel eröffnet neue Perspektiven auf das Verhalten unseres Haushundes, den Wolf im Hundepelz. Auch dem Verhalten von Herdenschutzhunden ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

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Boas, Friedrich: Zeigerpflanzen. Umgang mit Unkräutern in der Ackerlandschaft. Nachdr. d. Ausg. 1958. 2011. 432 S., 73 Zeichn., 167 farb. Abb. 973 gr. ISBN 3-937801-71-5. Gb. 39,80 €

Zeiger- oder Indikatorpflanzen der Wildflora sind von größter praktischer Bedeutung für die landwirtschaftliche und gärtnerische Arbeit. Sie charakterisieren ihren Standort nahezu unfehlbar und geben Auskunft über den Reaktionszustand des Bodens, seine Struktur, besonders den Feinbodenanteil und den Garezustand, den Nährstoffgehalt, die Wasser- und Wärmeführung, die Entwicklungsmöglichkeiten des Bodens und seine Eignung für bestimmte Fruchtarten und Bewirtschaftungsformen.

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Brandt, Michael: Gehirn, Sprache, Artefakte. Fossile und archäologische Zeugnisse zum Ursprung des Menschen. 2000. 150 S. 380 gr. ISBN 3-7751-3547-2. Kt. 15,95 €

Autralopithecus, Homo habilis und Homo erectus werden als die wichtigsten Zwischenstufen in der Entwicklung zum modernen Menschen betrachtet. Dieses Buch beschreibt Ergebnisse und Diskussionen der Forschung der letzten Jahrzehnte. Entgegen der Sichtweise vom kontinuierlichen Entwicklungsprozeß zeigt sich ein diskontinuierliches Bild. Unumstrittene Übergangsglieder, die eine graduelle Transformation belegen, sind bisher nicht dokumentiert. Damit ergibt sich die Perspektive, Homo erectus und andere echte Menschenformen einerseits und die Australomorphen andererseits Grundtypen zuzuordnen, die keine historisch-verwandtschaftlichen Beziehungen aufweisen.

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Falter, Reinhard: Natur prägt Kultur. Der Einfluß von Landschaft und Klima auf den Menschen. Zur Geschichte der Geophilosophie. 2006. 608 S. 1220 gr. ISBN 3-9810057-1-6. Gb. 69,80 €

Während in der Moderne die technisch-emanzipatorische Ablösung des Menschen von der Natur betrieben wurde und Kultur in der Postmoderne nur noch als Spiel mit beliebig kombinierbaren Zitaten (miß-)verstanden werden konnte, beschreitet Reinhard Falter einen genau entgegengesetzten Weg: Er legt dar, inwiefern Kulturen, im Gegensatz zum fiktiven Konstrukt einer einheitlichen "Weltzivilisation", nur aus ihren regional unterschiedlichen landschaftlichen und klimatischen Voraussetzungen zu verstehen sind und plädiert für eine geistige Wiederverwurzelung. Die These, daß Natur Kultur prägt, gehört zu den ältesten und grundlegendsten Vorstellungen des Abendlandes, die Falter von ihren Anfängen bei Herodot und Hippokrates bis in die Gegenwart verfolgt. Einen besonderen Schwerpunkt nehmen dabei die im 19. und 20. Jahrhundert entwickelten Positionen ein, die von ihren ideologischen Verzerrungen ("Blut und Boden") zu unterscheiden sind. Reinhard Falter schreibt nicht nur die bislang ungeschriebene Ideengeschichte des Gedankens landschaftlicher Prägung und entwickelt damit eine "Archäologie der Globalisierungskritik", sondern er ergreift auch leidenschaftlich für diesen Gedanken Partei: Unbekümmert um herrschende Tabus bekämpft er Fortschrittsideologie, Naturzerstörung und konventionellen, allein an gesellschaftlichen Belangen orientierten Umweltschutz, neoliberalen "Globalismus" und dessen auf soziale Forderungen verkürzte Kritik.
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Gartz, Jochen: Magic Mushrooms Around the World. A Scientific Journey Across Cultures and Time. Foreword by Christian Rätsch. With a voluminous bibliography. 2014. 4° 134 p., 72 colored fig. 540 gr. ISBN 3-944064-18-6. Gb. 38,– €*

»It is a real pleasure to see so much psychobotanical research being published.« - Terence McKenna
»...this is a book everey ethnobiologist in shamanic inebriants will wish to have.« - Jonathan Ott
»What a remarkable volume!« - Alexander Shulgin
»This book was necessary and presents a great variety of interesting, new information about psychotropic mushrooms.« - Albert Hofmann

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Gartz, Jochen: Psychedelika historisch betrachtet. 2014. 140 S. 280 gr. ISBN 3-944064-19-4. Gb. 18,– €

Dr. Jochen Gartz erforscht seit über 30 Jahren psychoaktive Pilze in aller Welt. In den USA und in Südafrika entdeckte er bis dahin unbekannte Arten und unterzog sie eingehender wissenschaftlicher Untersuchung. Als Experte auf diesem Gebiet war er maßgeblich an einer holländischen Regierungsstudie zur Risikoabschätzung beteiligt. Seine pharmakologischen Studien verbindet er mit einer enzyklopädischen Literaturkenntnis auf seinem Gebiet. Die Quellen reichen von den Mythen der Völker über die Zeugnisse von Kräutermedizin, Geheimlehren und Schamanismus bis zur modernen Ethnobotanik, beziehen aber auch Darstellungen des Mißbrauchs durch Militär, Geheimdienste und okkulte Heilslehrer ein.
In diesem Buch verbindet der Autor verschiedene historische Artikel zum Thema mit seinen Wirtschaftpatenten aus der DDR, die belegen, daß dieser Staat das weltweite Alleinstellungsmerkmal beanspruchen darf, derartige Forschungen staatlich gefördert zu haben.

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Hartwig-Scherer, Sigrid: Ramapithecus - Vorfahr des Menschen?. 1989. 63 S. 140 gr. ISBN 3-927390-00-3. Kt. 9,50 €

Der in miozänen Schichten gefundene Menschenaffe dürfte den meisten Absolventen der gymnasialen Oberstufe als »missing link« auf dem vermuteten Entwicklungsweg von affenähnlichen Vorstufen zum heutigen Menschen bekannt sein. Während der letzten Jahre haben sich die meisten Wissenschaftler jedoch von dieser Deutung der Remapithecus-Fossilien abgewendet. Die Autorin zeichnet in dieser Zusammenschau die verschlungenen Pfade nach, auf denen sich die Meinungen der Paläoanthropologen in den letzten fünf Jahrezehnten bewegten. Der gravierende Deutungswandel illustriert die grundsätzliche Abhängigkeit aller Fossildeutungen von den jeweils aktuellen evolutionstheoretischen Rahmenvorstellungen.

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Junker, Reinhard: Evolution früher Landpflanzen. Eine kritische Darstellung fossiler Funde. 1996. 88 S. 220 gr. ISBN 3-7751-2666-X. Kt. 10,50 €

In diesem Buch werden die wichtigsten Pflanzengruppen des Devons vorgestellt. Die Fossilüberlieferung der ältesten Landpflanzen gilt als gute Stütze der Evolutionslehre. Der Autor zeigt, daß - im Detail betrachtet - eine Rekonstruktion evolutionärer Abfolgen früher Landpflanzen kaum möglich ist. Die Formengruppen sind weniger stammbaumartig, sondern vielmehr netzartig miteinander verbunden, was der Vorstellung einer Abstammung nicht entspricht. Eine bemerkenswerte Fallstudie zur Aussagekraft der Evolutionslehre im Bereich der Paläontologie.

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Junker, Reinhard: Samenfarne, Bärlappbäume, Schachelhalme. Pflanzenfossilien des Karbons in evolutionstheoretischer Perspektive. 2000. 144 S. 360 gr. ISBN 3-7751-3631-2. Kt. 19,95 €

Die Pflanzenreste des Karbons gehören zu den bekanntesten urzeitlichen Fossilien. Samenfarne, Bärlappbäume und Schachtelhalme gab es in üppiger Form und als beeindruckende Baumgestalten, während diese Pflanzengruppen heute gar nicht mehr oder nur noch als unscheinbare Kräuter vorkommen. Der Autor stellt diese Formengruppen vor und diskutiert sie unter evolutionstheoretischen Gesichtspunkten. Seine Behauptung: Evolutionäre Abfolgen können anhand der Fossilüberlieferung kaum begründet werden. Die karbonischen Pflanzengruppen sind weniger Belege, sondern eher Problemfälle der hypothetischen Makroevolution.

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Junker, Reinhard: Spuren Gottes in der Schöpfung? Eine kritische Analyse von Design-Argumenten in der Biologie. 2009. 176 S., Abb. 346 gr. ISBN 3-7751-5136-2. Kt. 12,95 €

Was bedeutet es für die Wissenschaft, wenn die Welt durch Gottes schöpferisches Wort ins Dasein gebracht wurde, wie es die Bibel bezeigt? Ist eine Erschaffung des Lebens in irgendeiner Weise wissenschaftlich nachvollziehbar? Kann man Indizien für das Wirken eines Schöpfers finden? Dieses Buch bietet einen ausführlichen Überblick über die Diskussion im deutsprachigen Raum. Es zeigt sich, daß die neuen Auseinandersetzungen um Design und Schöpfung ihren Ursprung dort haben, wo er meist nicht vermutet wird: In dem ständig wachsenden Wissen über den Aufbau und die Strukturen der Lebewesen. Deren komplexe zweckmäßige Organisation erzwingt die Diskussion über einen schöpferischen Ursprung. Der Autor setzt sich mit vielen Vorurteilen und Halbwahrheiten über den Design-Ansatz auseinander und zeigt, daß die Annahme einer Schöpfung wissenschaftliche Forschung nicht behindert, sondern ermöglicht und fördert.

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Junker, Reinhard: Ähnlichkeiten, Rudimente, Atavismen. Design-Fehler oder Design-Signale?. 2002. 202 S., zahlr. Abb. 527 gr. ISBN 3-7751-3827-7. Kt. 19,95 €

Die vergleichende Biologie gilt zum einen als eine wesentliche Belegquelle für die allgemeine Abstammung der Lebewesen im Sinne der Evolutionsanschauung, zum anderen als Rückgrat für phylogenetische Rekonstruktionen. Tatsächlich aber ermöglicht das Ähnlichkeitsmuster der Lebewesen weder eine Schlussfolgerung auf Makroevolution noch stellt es einen Wegweiser für ein Nachzeichnen der postulierten Phylogenese dar. Vielmehr fungiert die Evolutionsanschauung als Vorgabe, als Leitvorstellung für die Deutung der Beobachtungsdaten. Dies zeigt der Autor anhand zahlloser Argumente in überzeugender Weise auf und kommt dabei zu überraschenden Einsichten. Der Autor versucht Deutungen, die von der Schöpfungslehre motiviert sind. Zahlreiche Befunde, die im evolutionstheoretischen Deutungsrahmen unerwartet sind, kommen diesem alternativen Ansatz entgegen.

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Kunze, Werner: Zurück zur Natur? Biologie im Spannungsfeld von Politik und Kultur. 2000. 359 S. 560 gr. ISBN 3-928906-20-8. Kt. 8,– €*

Ob es uns gefällt oder nicht: Wir können uns der Prägung durch unser biologisches Erbe nicht entziehen; wir sind im Grunde immer noch Steinzeitjäger - wenn auch neuerdings mit Internet-Anschluß! Es leuchtet ein, daß die moderne Biologie mit diesen Aussagen ins Gehege von Politik und Kultur gerät. Konflikte sind vorprogrammiert. Aber wir heute noch das richtige oder vielleicht doch nur ein einseitiges Menschenbild?

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Markus, Mario: Bildkraft der Substanzen. 2D-Kristalle zum Selbermachen. 2017. 208 S., 96 farb., 80 s/w Abb. 300 gr. ISBN 3-944064-77-1. Gb. 22,– €

Die hier beschriebenen Kristalle wachsen wie Eisblumen auf einer Fläche, das heißt zweidimensional, und zwar innerhalb von Minuten. Sie stehen so im Gegensatz zu Kristallen die im Raum, die dreidimensional wachsen, und variieren stark je nach der gelösten Substanz und ihrer Konzentration, des Lösungsmittels, der Temperatur, der Feuchtigkeit, der Schichtdicke der Lösung auf der Fläche, dem Zusatz eines von vielen Polymeren, wie etwa Gummi arabicum oder Gelatine, sowie der Konzentration eines solchen Polymers. Aufgrund der riesigen Möglichkeiten von Kombinationen dieser Versuchsbedingungen fühlt man sich als Entdecker in einem »chemischen Dschungel«. Weil man das Ergebnis einer Kombination von Parametern nicht voraussagen kann, wird jedes Experiment zum Abenteuer und kann leicht süchtig machen. Das reich bebilderte Buch will zur Nachahmung anregen.

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Ott, Wilfried: Die besiegte Wildnis. Wie Bär, Wolf, Luchs und Steinadler aus unserer Heimat verschwanden. 2004. 256 S., 46 Abb. 864 gr. ISBN 3-87181-011-8. Gb. 18,– €

Im 16. Jahrhundert begann im deutschen Sprachraum die schonungslose Verfolgung des Raubwilds und insbesondere von Bär, Wolf, Luchs und Steinadler. In der Folge verschwanden diese Wildarten fast völlig aus den Wäldern. Der Autor Wilfried Ott hat umfangreiches, auch bisher unveröffentlichtes Quellenmaterial zusammengetragen und dabei die Gründe für die Verfolgung dargestellt. Grundlage ist das Naturverständnis der frühen Neuzeit und vor diesem Hintergrund die Motivation der Jäger, die nicht zuletzt auf der mangelhaften Kenntnis der Lebensweise des Wildes und materiellen Interessen beruhte. 64 zeitgenössische Abbildungen, davon 18 in Farbe, illustrieren den Text und geben einen authentischen und informativen Einblick in das Jagdgeschehen der damaligen Zeit sowie in die Geschichte unserer heimischen Tierwelt.

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Parry, James: Vogelhochzeit. Von der Balz bis zum Nestbau. 2012. 160 S., 140 farb. Abb. 834 gr. ISBN 3-258-07743-6. Gb. 21,80 €*

Waghalsige Flugmanöver, kunstvolle Tänze, betörende Gesänge, verlockende Brautgeschenke, prächtiger Fiederschmuck, Balzturniere, Architekturwettbewerbe - das Werben von Vogelmännchen um das passende Weibchen ist vielfältig und die Vogelbalz eines der fesselndsten jährlich wiederkehrenden Naturschauspiele. Das Buch stellt das faszinierende Phänomen der Vogelbalz vor und erklärt die Zusammenhänge, die dahinter stecken: Wie verschiedene Arten mit ihrem Gesang auch um ein Revier kämpfen, das Zugang zu Nahrung und Wasser sowie geeigneten Nistplätzen bieten muß, warum sich Monogamie bei den meisten Vogelarten lohnt, oder wie das Balzritual zwischen Männchen und Weibchen auch die Bindung des Vogelpaares verstärkt, eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Jungenaufzucht. Abgerundet wird das reich illustrierte Buch mit Kapiteln zu Nestbau, Brutgeschäft und Jungenaufzucht. Denn der jährliche Fortpflanzungszyklus der Vögel findet erst einen erfolgreichen Abschluß, wenn die gesunden Jungvögel selbständig werden.

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Scherer, Siegfried (Hg.): Typen des Lebens. 1993. 257 S. 500 gr. ISBN 3-903000-00-0. Kt. 17,95 €

Über die Abgrenzung von taxonomischen Kategorien wie Art, Gattung und Familie konnte bis heute keine Einigkeit erzielt werden. Dies führt dazu, daß für Begriffe, mit denen der Biologe täglich umgeht, keine allgemein akzeptierten Defintionen existieren. Die Autoren machen auf die bisher wenig beachtete Möglichkeit aufmerksam, Verwandtschaftskreise experimentell überprüfbar durch zwischenartliche Kreuzungen zu charakterisieren. Die darauf aufbauende, genetisch begründete Grundtyp-Katagorie ist der Spezies-Kategorie übergeordnet und liegt bei den bisher untersuchten Organismen zwischen Gattung und Familie.
Artbegriffen liegt gewöhnlich die Annahme zugrunde, daß Artbildung mit Höherentwicklung korreliert sei. Im Gegensatz dazu werden die Merkmalsverteilungen innerhalb der Artenfächer einzelner Grundtypen im Rahmen der Hypothese genetisch polyvalenter Stammformen gedeutet, aus denen durch Artbildungsprozesse genetisch weniger flexible Nachkommen entstanden sind.

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Weiss, Volkmar: Die rote Pest aus grüner Sicht. Springkräuter - von Imkern geschätzt, von Naturschützern bekämpft. 2015. 160 S., zahlr. farb. Abb. 260 gr. ISBN 3-7020-1506-X. Kt. 19,90 €

Der Autor versucht mit den Vorurteilen aufzuräumen und zeigt beide Seiten der Medaille: die rasche Ausbreitung von Kleinem Springkraut (Impatiens parviflora), das seit Beginn des 20. Jahrhunderts das einheimische Große Springkraut (Impatiens noli-tangere) zu verdrängen begann; genauso aber auch das Rote Springkraut (Impatiens glandulifera), das ursprünglich aus dem Himalaja stammt und mittlerweile so heimisch und nützlich geworden ist, dass es von den Imkern als Bienenweide ausgesät wird. Ob es dem Bunten Springkraut (Impatiens edgeworthii) aus Kaschmir, das sich derzeit auf dem Vormarsch befindet, ähnlich ergehen wird, wird sich zeigen. Auf alle Fälle steht auch diese bei uns neue Art im Mittelpunkt des Buchs, das einen erfrischend differenzierenden Blick auf die Folgen der Ausbreitung von Neophyten wirft.
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Weiss, Volkmar: Keine Willkommenskultur für Douglasien im deutschen Walde?. 2017. 168 S. 280 gr. ISBN 3-944064-76-3. Gb. 22,– €

Seit 130 Jahren wird in Mitteleuropa die aus dem pazifischen Nordamerika stammende Douglasie angebaut. Forstwirte schätzen sie, weil vielerorts kein Baum besser wächst und mehr Holz bringt als diese Art. Für die Naturschützer ist der Wald dagegen ein Wallfahrtsort, in dem deutsche Eichen und Buchen dominieren sollen. Einen Neophyten wie die Douglasie will man mit Hilfe aller möglichen deutschen und europäischen Gesetze und Vorschriften verdammen und fällen, wenn es nur irgendwie durchsetzbar ist. Dieses Buch versucht, die geistigen Wurzeln und Auswirkungen der Interessengegensätze tiefgründig offenzulegen.

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