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Angelika Pöthe
Pöthe, Angelika: Carl Alexander. Mäzen in Weimars Silberner Zeit. 1998. IX, 500 S., 20 Abb. a. Taf. 980 gr. ISBN 3-412-00498-7. Gb. 58,– €

Carl Alexander (1818-1901), Enkel Carl Augusts und seit 1853 Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, zählte zu den wichtigsten Förderern von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Weimars Silbernem Zeitalter. Sein breites mäzenatisches Wirken knüpfte an das Vorbild der Weimarer Klassik an. Er förderte die Literatur, Kunst und Musik der Vergangenheit und Gegenwart und zog so bedeutende Persönlichkeiten wie Franz Liszt, Friedrich Hebbel, Fanny Lewald und Arnold Böcklin an seinen Hof. Sein Engagement ebnete den Weg zum Wiederaufbau der Wartburg und trug zur Gründung zahlreicher kultureller Einrichtungen bei, die das Profil Weimars bis heute prägen. Zum 180. Geburtstag Carl Alexanders legt Angelika Pöthe die erste Monographie über das Leben und Wirken dieser vielschichtigen Persönlichkeit vor. Auf der Basis bislang unveröffentlichter Tagebücher und Briefe zeichnet sie ein einfühlsames Bild des fürstlichen Mäzens in einer Zeit, in der die Bedeutung der Aristokratie im Niedergang begriffen war. Das Persönlich-Schicksalhafte wird dabei auf dem Hintergrund der politischen und sozialen Entwicklungslinien des 19. Jahrhunderts verständlich.

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