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ARNSHAUGK VERLAG
Der Verlag mit dem Lindenblatt

Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 · ePost:

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Neuerscheinungen

Bräuninger, Werner: Charisma und Dämonie. Hitler. Ein Capriccio aus Deutschland. 2020. 800 S., 33 Abb. 1000 gr. ISBN 3-95930-216-9. Gb. 34,– €

Die Zahl der Biographien über Hitler ist kaum zu überschauen und oft von der Gier nach vermeintlich sensationellen „Enthüllungen“ bestimmt. Was bislang fehlte, war eine Darstellung, die sein Werden und Wirken dokumentiert, ohne dabei einer geschichtswidrigen Glorifizierung oder unreflektierter Totalverdammung zu verfallen. Mit den Mitteln einer essayistisch-künstlerischen Annäherung an den Gegenstand seiner Betrachtung läßt uns der Autor an einem Lebensweg teilhaben, der beispiellos war und uns noch immer fremd anmuten muß. Er blickt dabei nicht auf Hitler, sondern in ihn hinein und wirft Fragen auf, die so noch nicht gestellt wurden.

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Gartz, Jochen: Psilocybin. Ein Pilzwirkstoff mit Zukunft. 2020. 103 S., 20 farb. Abb. 200 gr. ISBN 3-95930-215-0. Gb. 20,– €

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Jacob, Alexander: Über die Natur der Natur. Eine Untersuchung zu idealistischen Auffassungen der Natur und des Unbewußten. 2020. 242 S. 402 gr. ISBN 3-95930-210-X. Gb. 28,– €*

Die Studie zur europäischen Naturphilosophie beginnt mit den klassischen Vorstellungen zu Geist, Seele, Natur und Unbewußtem und untersucht das Aufleben dieser Begriffe in der Naturphilosophie der Renaissance und des 17. Jahrhunderts. Im deutschen Idealismus und in der Lebensphilosophie wächst die Bedeutung der Vorstellung vom Unbewußten. Jacob zeigt, wie die verschiedenen Denker, etwa die Romantiker und insbesondere Schubert, Carus, Schopenhauer und Hartmann nicht nur die antike Seelenlehre und deren Metaphysik aufgriffen, sondern auch die Jungsche Tiefenpsychologie vorbereiteten.

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Klepper, Jochen: Ziel der Zeit. Die gesammelten Gedichte. 2013. 95 S. 180 gr. ISBN 3-944064-12-7. Gb. 16,– €*

Jochen Kleppers Gedichte werden meist einseitig von seinem tragischen Tod 1942 her betrachtet, als gehöre sein Werk vor allem in Geschichte der Judenverfolgung. Dabei gerät in den Hintergrund, daß der bekennende Christ und Preuße den Nationalsozialismus und vor allem den »Preußenschlag« als Kontinuitäten einer Unheilsgeschichte seit 1914 betrachtete. Sein »Herr, laß uns wieder einen König sehen«, aber auch sein berühmter Roman »Der Vater« sprechen deutsche Sehnsüchte aus, die unvermindert aktuell sind.

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M., C.: Ruhrkent. Roman. 2. korr. Aufl. 2020. 224 S. 380 gr. ISBN 3-95930-211-8. Gb. 22,– €*

Der Held des Romans ist ein naiver bürgerlicher Mitläufer, der im hohem Alter als Bewohner eines islamischen Staatswesens im heutigen NRW erkennt, daß er über Jahrzehnte durch die eigene politische Führung belogen wurde, daß er sein ganzes Leben an eine geschickt propagierte Illusion eines multikulturalistischen Miteinanders geglaubt hat, die nie Wirklichkeit wurde. Ausgelöst durch einen Unfall, wird er zum Rebell und stellt sich nun gegen das Gesetz. Er wird angeklagt und kommt vor Gericht. In zahlreichen Rückblenden werden die gern verschwiegenen Kernfragen des Projekts „Bunte Republik“ thematisiert. Die Neuauflage des Erfolgsbuches wurde leserfreundlich in großer Schrift gesetzt, korrigiert und mit festem Einband versehen.

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Müller, Baal: Kosmik. Prozeßontologie und temporale Poetik bei Ludwig Klages und Alfred Schuler. Zur Philosophie und Dichtung der Schwabinger Kosmischen Runde. 2. korr. Aufl. 2020. 402 S. 680 gr. ISBN 3-95930-209-6. Gb. 48,– €

Der Autor untersucht in seiner Tübinger Dissertation erstmals akribisch die philosophischen und poetologischen Beziehungen zwischen Ludwig Klages und Alfred Schuler. Klages wird als herausragender Theoretiker der Zeiterfahrung sowie der Selbstexpression alles Lebendigen dargestellt, und Schuler erscheint mit seinen radikalen Sprachexperimenten als Wegbereiter der literarischen Moderne.

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Sander, Hans-Dietrich: Der Kampf der Teile. Herausgegeben von Heiko Luge. 2020. 208 S. 300 gr. ISBN 3-944064-67-4. Gb. 24,– €*

Hans-Dietrich Sanders hier dargelegte Gedanken gehen auf ein Volks- und Nationverständnis jenseits von »links« und »rechts« zurück. In Gesprächen mit dem Herausgeber nannte Sander als Inspirationsquellen u.a. Hans Zehrer und Herbert Cysarz. Auch Hermann Ullmann stand für eine Volkserneuerung über alle ideoloigschen Gräben hinweg. Im Anhang sind daher drei Textauszüge dieser Autoren dokumentiert.

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Schaefer, Oda: Balladen und Gedichte. 1995. 143 S. 280 gr. ISBN 3-926370-28-9. Lw. 24,– €*

Vielseitig begabt und von früh an künstlerisch tätig, fand Oda Schaefer als Lyrikerin in den späten zwanziger Jahren ihren eigenen Ton. Ausgehend vom Erlebnis der schlesischen Landschaft, erschloß sie jenen trächtigen Grund von Wasser, Sumpf, Moor, Ried und Gras für ihr Gedicht, ein Reich der Fruchtbarkeit und der Verwesung, aus dem sich das Leitmotiv ihrer Verse entwickelt: der Tod als Verwandlung, die Wiederkehr des Lebendigen. Im Ringen um das sinnlich konkrete Bild, in der detailgenauen Fassung des Angeschauten trifft sich Oda Schaefer mit anderen Dichtern der Zeit um 1930, die sich um eine Erneuerung der Naturlyrik bemühten und mit denen sie persönlich befreundet wir: Elisabeth Langgässer, Peter Huchel, Günter Eich. Von ihnen unterscheidet sie sich durch die romantisch-elegischen Züge ihrer frühen Dichtung. Die Verse der Nachkriegszeit wirken karger und lakonischer, was die späten Gedichte mit den ersten verbindet, ist die Sehnsucht nach Verzauberung und das pantheistische Weltgefühl. Diese Ausgabe stellt das lyrische Werk Oda Schaefers zum ersten Mal in seiner Gesamtheit vor und dokumentiert damit eine unverwechselbare Stimme in der deutschen Dichtung des zwanzigsten Jahrhunderts.

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Schilling, Rolf: Orpheus des Nordens. Gedichte. 2020. 255 S. 380 gr. ISBN 3-95930-214-2. Lw. 28,– €*

Das Buch enthält die Gedichtsammlungen »Auf hoher Warte«, »Im Jahreskreis«, »Felsgesicht«, »Orfeo nordico« und »Traum-erlost«.

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Schühly, Wolfgang (Hg.): Zeichen in die Esche geritzt. Rolf Schilling zum siebzigsten Geburtstag. 2020. 366 S., 7 Abb. 480 gr. ISBN 3-95930-212-6. Gb. 38,– €*

31 Maler, Musiker, Dichter, Schriftsteller, Philosophen, Leser und Weggefährten berichten von ihren Erfahrungen mit dem Unzeitgemäßen, seiner Landschaft und seiner Stellung in Deutschland: Angerer der Ältere, Johann Felix Baldig, Peter Bickenbach, Frank Böckelmann, Michael Boss, Werner Bräuninger, Björn Clemens, Arnulf Ehrlich, Reinhard Falter, Bernd Kurt Goetz, Peter Götz, Christian Glowatzki, Uwe Haubenreißer, Sebastian Hennig, Theo Homann, Burkhard Jahn, Uwe Lammla, Heiko Luge, Jonas Mahraun, Steffen Marciniak, Baal Müller, Uwe Nolte, Alexander Martin Pfleger, Ian Read, Arne Schimmer, Wolfgang Schühly, Thomas Sorge, Holger Uske, Michael Walker, Joachim Werneburg, Uwe Wolff.

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Stroblmair, Vera / Regenhort, Josah: Sir Gawain sucht den grünen Ritter. Graphic Novel. 2020. 4° 62 S., durchgeh. farb. Abb. 280 gr. ISBN 3-95930-217-7. Gb. 26,– €

Eine ungewöhnliche Flüchtlingsgeschichte: Ein junger Mann kommt von Afrika durch Wüste und Seenot nach Deutschland, bleibt dabei reserviert unter den anderen Flüchtlingen, und man weiß nicht recht, warum er das alles tut. Sein jüngerer Bruder zuhause hat ein Faible für die Legende von Sir Gawain, Ritter von König Artus’ Tafelrunde. Er beschwört den Helden, unbedingt in der weiten Welt den Grünen Ritter zu suchen. Der Held spielt gelegentlich mit dem »Auftrag«, es scheint ihm aber auch einiges zu widerfahren, was der Legende entspricht. Ob er ihn zwischen all den Gestalten, die etwas von ihm wollen, letztlich findet und wer von ihnen der Schwarze Ritter sein könnte, soll hier nicht verraten werden, die Bildgeschichte bleibt spannend bis zur letzten Seite.

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Der Verlag verdankt seinen Namen dem Hügel, auf dem ich getauft wurde und zu dem ich nach 25 Jahren Exil zurückgekehrt bin. Er wurde 1986 in München gegründet und residiert seit 2009 am Weltwitzer Weg Nummer 8. Das Signet des Verlages ist die heraldische Figur der »ausgerissenen Linde«. Die Linde ist der Baum des Volkes und auch der Baum der Deutschen. Sie steht für die Beständigkeit des Vegetativen, oft treibt sie in niedergebrannten Burgen und Dörfern erneut aus und lebt manchmal tausend Jahre. Die »ausgerissene Linde« gedenkt der Entwurzelung, die aber gleichwohl Herzblätter trägt.

Der Verlag fühlt sich besonders der deutschen Dichtung verpflichtet, pflegt aber auch Kunst, Musik und Geistes­wissenschaften und setzt sich für eine nichtreduktionistische Naturkunde ein. Auf den entsprechenden Seiten finden Sie das Gesamtprogramm um einige Titel vermehrt, die wir von Partnerverlagen oder als Restposten übernommen haben. Mit der »Suche« greifen Sie auf 21.000 oft vergriffene Titel der Versandbuchhandlung zu. Eine Auswahl finden sie in gedrucken Katalogen. Bitte beachten Sie auch unser Periodikum »Das Lindenblatt«, von dem 2016 die sechste Ausgabe mit dem Thema »Liebe« erschien. Hier finden Sie zeitgenössische Lyrik und Prosa mit einem traditional orientieren Anspruch, Essayistisches und Kritisches in großer Fülle zu niedrigem Preis. Seit Januar 2015 hat Arnshaugk den Telesma-Verlag übernommen und führt dieses Programm in einer eigenen Reihe weiter.

Arnshaugk ist nicht nur ein Verlag, sondern auch eine alternative Kolonie zum Leben und Arbeiten. Direkt an der Bahn und doch im Wald, mächtige Linden, Eichen und Buchen bergen auf fast drei Hektar Land Möglichkeiten zu Rückzug und Gemeinschaft für Familien, Künstler, gläubige Menschen und überhaupt Leute, die vom »american way of life« genug haben. Das Bild 1 zeigt den mittleren Gebäudekomplex, in dem sich das Lektorat, ein Konferenzraum, die Bibliothek und das Handlager befinden. Im Hauptgebäude (Bild 2) residiert eine Sicherheitsfirma, außerdem ist hier das Hauptlager des Verlages, im Erdgeschoß vor allem Paletten, im ersten Stock viele Regalmeter mit Büchern aller Wissensgebiete. Im östlichen Teil des Grundstücks brachten wir eine Schreinerei (Bild 3) unter, die nicht nur unsere Dachstühle erneuerte, sondern vielen Menschen Brot gibt. Hier wird auch am Wochenende gesägt, gehobelt und bewiesen, daß Mitteldeutschland nicht stirbt. Etwas weiter bergan das Schwimmbad (Bild 4), im Walde versteckt und doch nur einen Sprung weit von Arbeit und Leben. So auch die Sonnenwiese (Bild 5), auf der, wie überall, die Kinder fehlen, die hoffentlich bald hier einziehen. An den Wohnungen (Bild 6) wechseln Wiese und Wald, der Hausputz verschwindet langsam hinter Weinranken. Ein Waldweg (Bild 7) führt aus dem bereits erschlossenen Grundstück zum neuerworbenen »Block«. Der mag zwar (Nahaufnahme Bild 8) architektonisch keinen Schönheit sein, bietet aber sehr viel Raum. Im Erdgeschoß entstehen ein Speisesaal und dreißig Zimmer in der Art einer Jugendherberge. Hier wird der Arbeitskreis für deutsche Dichtung seine Treffen abhalten und hoffentlich auch viele andere Initiativen. Auf der anderen Seite des Blocks (Bild 9) sieht noch ziemlich trostlos aus. Fruchtbare, quellenreiche Felder wurden vom DDR-Sozialismus zuasphaltiert. Inzwischen hält aber hier schon wieder eine Famlie Schafe, Hühner und Hasen. Bald werden hier zwischen Waldgruppen Weiden und Gemüsebeete liegen. Zusätzlich zu diesen Kapazitäten verfügen wir auch über den wenige Schritte entfernten Bahnhof (Bild 10), vom jeweils stündlich Züge nach Saalfeld und Leipzig fahren. Hier sind einige Wohnungen vermietet, aber auch noch sehr große und schöne zu vergeben. Im Erdgeschoß soll eine Buchhandlung entstehen, weiterhin eine Kunstgalererie und Veranstaltungsräume.

Melden Sie sich, wenn Sie Ideen einbringen und im fruchtbaren Orlagau leben wollen. Für Automobilisten liegt der Zubringer zur A9 nur wenige Meter vom Grundstück entfernt. Sie sind hier nur aus der Welt, solange Sie dies wünschen. Abgesehen von unserer Aufgeschlossenheit für vieles suchen wir als kinderloses Paar dringend einen Nachfolger für die Führung des Verlages mit guter Allgemeinbildung, Beharrlichkeit, Erfolgswillen und der Bereitsschaft, sich technisch und kaufmännisch einarbeiten zu lassen und Verantwortung zu übernehmen. Kapital ist nicht erforderlich.

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